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+++News vom THW OV Freising: Neuwahlen des Ortsbeauftragten für den Ortsverband Freising. Der Alte ist auch der Neue! Ortsverbandsführung mit neuem stv. Ortsbeauftragtem wieder komplett.+++

Freising – Alle fünf Jahre muss nach der “Richtlinie für die Berufung und Abberufung von Helferinnen und Helfern in Funktionen” der Ortsbeauftragte als ehrenamtlicher Dienststellenleiter der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk neu gewählt werden. Dies geschieht durch eine Vorschlagswahl, bei der die Führungskräfte des Ortsverbands wahlberechtigt sind. Nach fünf Wahlperioden sprachen die Wahlberechtigten dem Amtsinhaber Michael Wüst nun für die sechste Wahlperiode erneut ihr Vertrauen aus. 

v. l. n. r.: Marco Eisenmann (Zugführer), Michael Wüst (Ortsbeauftragter), Jonas Podlinski (stv. Ortsbeauftragter), Mathias Bortel (Beauftragte Person Zivilschutz)

Die Funktion des Leiters des Ortsverbands in der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk hat intern in der eigenen Organisation und extern eine herausragende Bedeutung. Intern ist der Ortsbeauftragte Dienstvorgesetzter von in Freising 120 ehrenamtlichen Einsatzkräften und verantwortlich nicht nur für die Einsatzbereitschaft und den hohen Ausbildungsstand des Ortsverbands, sondern auch erster Ansprechpartner externer Anforderer wie Feuerwehren, Polizei, von Städten und Gemeinden sowie des Landratsamts.

Der Ortsbeauftragte ist Disziplinarvorgesetzter aller Angehörigen des Ortsverbands, er leitet den Ortsverband in eigener Verantwortung, ist für Titelbewirtschaftung ebenso verantwortlich wie für die personelle und materielle Einsatzbereitschaft seines Ortsverbands und vollzieht das THW-Gesetz im räumlichen Zuständigkeitsbereich des Ortsverbands.

Marco Eisemann, Zugführer 1. Technischer Zug OV Freising

Bei der turnusgemäßen Vorschlagswahl sprachen die wahlberechtigten Führungskräfte dem Amtsinhaber Michael Wüst (54) kürzlich erneut ihr großes Vertrauen aus und schlugen ihn durch ihr Votum bei der Vorschlagswahl dem Landesbeauftragten zur erneuten Berufung vor. Da der Ortsbeauftragte der ehrenamtliche Behördenvertreter der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk in seinem Zuständigkeitsbereich ist, erfolgt die abschließende Berufung in die Funktion durch den Landesbeauftragten des Technischen Hilfswerks.

Organigramm Führung des THW Ortsverbands Freising

Michael Wüst hat das Amt des Ortsbeauftragten seit nunmehr 25 Jahre inne. In dieser Zeit verdoppelte sich die Anzahl der Einsatzkräfte im Ortsverband auf über 120 und der Ortsverband bewährte sich in unzähligen Einsätzen im In- und Ausland, so u. a. in Simbach und im Ahrtal nach den Unwetterkatastrophen, in Slowenien beim Behelfsbrückenbau aber auch im eigenen Landkreis zuletzt 2024 bei der Hochwasserkatastrophe im Ampertal. Unter seiner Führung wandelte sich das THW des Kalten Kriegs 2005 von der starren Bergungs- und Instandsetzungszugs-Struktur hin zum heute bekannten Komponentenmodell mit seinen Fachgruppen. 2019 schließlich wurde die Struktur nochmals angepasst und die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen sowie der Drohnentrupp aufgestellt. Gleichzeitig wurde die bisherige Fachgruppe Beleuchtung in die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung umgewandelt. Nicht zu vergessen auch der Umzug des Ortsverbands in die neue Unterkunft vor mittlerweile 9 Jahren.

Besonders erfreulich ist es für den Ortsverband, dass im Nachgang zur Wahl des Ortsbeauftragten eine wichtige Position neu besetzt werden konnte. Mit Wirkung zum 15.05. wurde Jonas Podlinski (37) zum stellvertretenden Ortsbeauftragten und Leiter des Stabs berufen. Jonas Podlinski ist seit 1998 in dritter Generation im Technischen Hilfswerk und hat die ersten 20 Jahre seines THW-Lebens in den Landesverbänden Hessen/Rheinland-Pfalz und Saarland, sowie Nordrhein-Westfahlen verbracht. Kurz war er auch hauptamtlich tätig (u. a. als erster FSJ´ler im damaligen Zentrallager Heiligenhaus), bevor er dann 2018 ins schöne Bayern und in den Freisinger Ortsverband kam. Mit seiner umfassenden Ausbildung u. a. zum Zugführer und als Bereichsausbilder Leitungs- und Koordinierungsstab Ortsverband (LuK OV) sowie als Sicherheitsbeauftragter hat er im Ortsverband wichtige Entwicklungen erfolgreich vorangetrieben. 

Vor allem durch seine Erfahrung im Verwaltungsbereich, er ist hauptberuflich Fachwirt für Büro- und Projektorganisation und seit 12 Jahren bei der DEKRA tätig, seit 9 Jahren als kaufmännischer Projektleiter, ist er prädestiniert für die Leitung des Ortsverbands-Stabs und den inneren Dienst. 

Die veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen sowie zunehmende komplexe Gefährdungslagen führen zu einer wachsenden Bedeutung des Zivilschutzes innerhalb des Bevölkerungsschutzsystems. Auch für das Technische Hilfswerk ergibt sich daraus die Notwendigkeit, zivilschutzrelevante Themen verstärkt wieder in Ausbildung, Planung, Übungen sowie in die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen einzubringen und systematisch weiterzuentwickeln. 

Zur Unterstützung dieser Zielsetzung wurde im Landesverband Bayern die Funktion der “Beauftragten Person Zivilschutz” im Ortsverband eingeführt. Die Funktion dient der fachlichen Unterstützung des Ortsbeauftragten bei der strukturierten Verankerung und Weiterentwicklung zivilschutzrelevanter Themen im Ortsverband. Ebenfalls zum 15.05. konnte Mathias Bortel (36) zur Beauftragten Person für den Zivilschutz berufen werden. Er übernimmt im Ortsverband damit eine unterstützende, beratende und koordinierende Rolle.

Mathias Bortel ist seit 2001 im Technischen Hilfswerk aktiv. Bis zu seinem beruflich bedingten Wohnortwechsel nach Freising war er von 2003 bis Ende 2024 im Ortsverband München-Ost aktiv. Seit Anfang 2025 ist er Truppführer des Drohnentrupps. Ebenso lange unterstützt er unser Fachberater-Team als Fachberater in Stadt und Landkreis Freising und ist zudem auch als Fachberater Stufe 3 + 4 für Fachberater-Einsätze auf Regierungsebene qualifiziert. Er ist ebenfalls ausgebildeter Zugführer und hatte diese Position im OV München-Ost auch inne. Er gibt sein umfangreiches Führungswissen und seine Erfahrung – auch aus vielen Auslandseinsätzen – als Referent bei Lehrgängen weiter. Beruflich ist er als Meister für Veranstaltungstechnik sowie als Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator tätig.

Unverändert in seinem Amt als Zugführer des 1. Technischen Zugs wird Marco Eisenmann (49) auch weiterhin den taktisch-operativen Teil des Ortsverbands verantwortlich führen. In seinen 21 Jahren als Zugführer hat sich Marco Eisenmann umfangreich fort- und weitergebildet, u. a. als Bereichsausbilder CBRN und Atemschutz, Verbandsführer, Fachberater und Verbindungsperson, Leiter einer THW-Führungsstelle und vieles mehr. Er hat seit seinem Amtsantritt den Technischen Zug in nahezu allen Einsätzen geführt und genießt u. a. als Mitglied des Autorenteams für die Ausbildungsunterlagen des Zugtrupps, der Führungskomponente des Technischen Zugs, bundesweit hohes Ansehen. In Stadt und Landkreis Freising ist Marco Eisenmann eine bekannte Größe in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr und der Blaulichtfamilie.

Gemeinsam bilden die vier die Führung des THW-Ortsverbands Freising für die aktuelle Wahlperiode.

Der Ortsverband steht am Anfang grundlegender Veränderungen. Durch die Verschärfung der Sicherheitslage in Europa und die Erkenntnis in der Politik, dass zur Verteidigungsfähigkeit auch ein starker und schlagkräftiger Bevölkerungsschutz gehört, nimmt dieser Auftrag immer breiteren Raum ein. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hatte sich das THW immer mehr zu einer sehr leistungsfähigen Katastrophenschutzorganisation hin entwickelt und folgte damit dem Trend in allen Hilfsorganisationen. Einher ging dies mit signifikanten Einsparungen im THW-Haushalt.

Das Thema Zivilschutz wird in den kommenden Jahren der Schwerpunkt der Arbeit der Hilfsorganisation des Bundes sein. Neue und erweiterte Ausstattung für den Zivilschutz wird kommen und auch auf der lokalen Ebene innerhalb der Freisinger Blaulichtorganisationen wird der Zivilschutz mit seinen besonderen Herausforderungen einen deutlich größeren Raum einnehmen müssen. Für das  THW Freising zählt auch die Härtung der Liegenschaft, neue und angepasste Einsatzkonzepte aber auch die zivilschutzfachliche Ausbildung unserer mehr als 120 ehrenamtlichen Einsatzkräfte dazu.

Neben dem Zivilschutz gibt es aber noch weitere wichtige Themen, die die Führung des Ortsverbands, die Führungskräfte und unsere Mannschaft beschäftigen werden: Dies sind u. a. die Weiterentwicklung des Wechselladerkonzepts. Schwerpunkt hier wird die Beschaffung weiterer Mulden und Abrollbehälter, vor allem aus Spendengeldern durch die THW-Helfervereinigung Freising e. V. sein, die auch heutige Anhängerlösungen ersetzen und aktuell noch nicht oder nur behelfsmäßig verladene Ausstattung auf solche Abrollbehälter bringen wird. Die Fortführung des Wechselladerkonzpets wird die einsatztaktischen Fähigkeiten des Ortsverbands verbessern, erweitern und schlagkräftiger machen.

Natürlich wird auch die Fortführung und Vertiefung der Zusammenarbeit mit Partnern wie z. B. dem Landratsamt im Zivil- und Katastrophenschutz, mit dem Veterinäramt im Bereich der Tierseuchenbekämpfung (CBRN), der Werkfeuerwehr des Flughafens München, Kritis- und Störfallbetrieben und anderen Bedarfsträgern sein. Hier kann das Technische Hilfswerk mit seinen vielfältigen Möglichkeiten und seiner guten und breit gefächerten Ausstattung in der Gefahrenabwehr wertvolle Unterstützung bieten.

Auch auf die Ausbildung der Einsatzkräfte wird weiterer Fokus gelegt. Die Erweiterungen im THW-Übungsgelände, in den letzten Jahren entstanden dort eine Bahnübungsanlage, ein Übungsdeich und ein Erdbaugeräte-Übungsplatz – übrigens zu 100% in Eigenleistung durch die ehrenamtlichen des Ortsverbands – neben den vorhandenen Ausbildungsmöglichkeiten vor allem für die Rettung und Bergung von Personen aus vertrümmerten Gebäuden mit dem Bergeturm und dem Trümmerhaus, bieten heute schon umfassende Ausbildungsmöglichkeiten für sehr viele Einsatzlagen. Daher wird es häufig auch von externen Feuerwehren und Ortsverbänden genutzt, oft auch in gemeinsamen Übungen mit den Freisinger THW-Kräften. Das Übungsgelände bietet also schon heute exzellente Bedingungen für Ausbildungen im Zivilschutz und wird in den kommenden Jahren entsprechend weiter ausgebaut werden.

Mit heute 120 hoch motivierten und gut ausgebildeten Einsatzkräften, kann der Ortsverband alle von ihm übernommenen und zukünftig zu erfüllenden Aufgaben und Anforderungen sicher bedienen. Wobei der Erhalt der aktiven Einsatzkräfte ebenso im Fokus steht wie die Gewinnung neuer Einsatzkräfte. Hier befindet sich der Ortsverband seit vielen Jahren in der glücklichen Lage, dass viele Interessentinnen und Interessenten für eine Mitwirkung im THW von selbst ihren Weg in den Ortsverband finden und den aus der THW-Jugend gespeisten Nachwuchs verstärken. 

Viele Aufgaben warten heute und auch in Zukunft auf den Freisinger THW-Ortsverband. Gemäß seines Mottos

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Freisinger im Herzen

werden wir auch zukünftig zuverlässig und leistungsstark unseren Teil für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger, in Freising, in Bayern, in Deutschland und Weltweit beitragen. Dafür steht die Ortsverbandsführung genauso wie die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Ortsverbands.

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