+++News aus der Gemeinde Neufahrn Steuerungsgruppe gebildet: Ein wichtiger Schritt Richtung „Fairtrade-Gemeinde“+++

Auf ihrem Weg zur „Fairtrade-Gemeinde“ hat Neufahrn jetzt ein erstes wichtiges Zwischenziel erreicht: Die Steuerungsgruppe wurde gebildet und hat sich bereits drei Mal getroffen (wegen der Pandemie zunächst noch digital). Derzeit machen elf Neufahrnerinnen und Neufahrner aus verschiedenen Bereichen mit, u.a. ist das Rathaus mit Bürgermeister Franz Heilmeier, Pressesprecherin Gabriele Ostertag-Hill und dem Standortförderer Felix Kretz vertreten. Auch die Volkshochschule und Gemeinderätin und Initiatorin des Projekts Melanie Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) sind mit von der Partie sowie verschiedene Bürgerinnen und Bürger. Wer sich ebenfalls engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, mitzumachen.

Aufgabe der Steuerungsgruppe ist es, die Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Gemeinde“ vor Ort zu koordinieren und zu fördern. Sie soll die Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft stärken, die Akteurinnen und Akteure innerhalb der Kommune vernetzen und den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern fördern.

Im vergangenen Herbst fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, sich auf den Weg zur „Fairtrade-Gemeinde“ zu machen. Ziel ist, den fairen Handel auch auf kommunaler Ebene zu stärken. In Deutschland engagieren sich bereits über 700 Gemeinden für den fairen Handel, unter anderem auch Freising, Moosburg, Eching, und Hallbergmoos. Denn viele haben erkannt, dass die Verantwortung und das gesellschaftliche Engagement nicht an der Grenze der Kommune enden, sondern dies für alle Menschen der Welt gilt.

Studien von unabhängigen Instituten belegen, dass der faire Handel zu institutionellen Vorteilen für Produzentinnen und Produzenten führt, eine höhere wirtschaftliche Stabilität ermöglicht und das Selbstvertrauen und die Würde von Kleinbauernfamilien und Beschäftigten auf Plantagen fördert. Die ökologischen Anforderungen in den Fairtrade-Standards führen zu verbessertem Umweltschutz. Schulungen und bessere Preise für biologisch angebaute Produkte fördern eine entsprechende Umstellung auf Bio.

Manche mögen sich fragen, ob Fairtrade vielleicht eine Konkurrenz für regionale Produkte ist. Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass Regionalität und fairer Handel sich gut ergänzen, wenn es um das Ziel von mehr Nachhaltigkeit geht. Und schließlich wachsen Mangos, Orangen und die klassischen Fairtrade-Produkte, wie Kaffee, Tee und Kakao, nicht in der Region.

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