+++News aus dem Landratsamt: Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch: Gesundheitsamt Freising weist auf neue Drogenaffinitätsstudie anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai 2026 hin.+++
Das Gesundheitsamt Freising, federführend für den Arbeitskreis Suchtprävention, weist anlässlich des Weltnichtrauchertages auf die neusten Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Rauchverhalten junger Menschen hin, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) erstmals veröffentlicht hat.
Repräsentative Daten der Studie zeigen: Der Anteil rauchender und vapender Jugendlicher ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Vor allem der Konsum neuartiger Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel nimmt deutlich zu und das obwohl sie extrem ungesund sind und schnell nikotinabhängig machen. Neun von zehn Konsumierenden nutzen in den Mehrweg-E-Zigaretten nikotinhaltige Liquids, die oft mit süßen Aromen und jugendaffinem Design vermarktet werden. Auch Nikotinbeutel gewinnen nach Angaben der Drogenaffinitätsstudie an Bedeutung, obwohl der Verkauf in Deutschland untersagt ist.
„Die Daten zeigen insgesamt eine Verschiebung im Konsumverhalten junger Menschen: Während der Konsum von Wasserpfeifen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist und auch der von Einweg-E-Zigaretten, gewinnen andere neue Nikotinprodukte an Bedeutung“, heißt es in der Pressemitteilung des BIÖG zum Thema. Vor allem Mehrweg-E-Zigaretten, aromatisierte Liquids und Nikotinbeutel können für junge Menschen attraktiv wirken, obwohl sie gesundheitliche Risiken bergen und Nikotinabhängigkeit fördern können.
„Die Drogenaffinitätsstudie ist ein klares Warnsignal“, sagt Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. „Jugendliche rauchen und vapen wieder häufiger, und Nikotinprodukte sind für junge Menschen heute leichter sichtbar, leichter verfügbar und oft gezielt attraktiv gemacht.“ Streeck fordert „klare Regeln für Inhaltsstoffe, Aromen, Werbung und Verpackung“ sowie ein Verbot von gesundheitsschädlichen und jugendaffinen Aromen.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, betont: „Die meisten Jugendlichen leben rauchfrei, das ist erst einmal eine gute Nachricht. Gleichzeitig rauchen wieder mehr Jugendliche und auch Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel werden häufiger konsumiert. Das bereitet uns Sorge, denn Nikotin macht schnell abhängig und kann den Einstieg ins Rauchen erleichtern. Deshalb klären wir früh auf, unterstützen beim Ausstieg und setzen uns für klare Regeln ein, die junge Menschen schützen.“
Die gesamte Pressemitteilung zur Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Rauchverhalten junger Menschen sowie eine Übersicht von Unterstützungsangeboten des BIÖG sind im Internet unter https://www.bioeg.de/presse/pressemitteilungen/2026-05-26-weltnichtrauchertag-2026-vapen-bei-jugendlichen-auf-dem-vormarsch zu finden.
Im Landkreis Freising können sich Betroffene direkt an die psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle des Prop e.V. wenden, unter Telefon 08161/549890, per E-Mail an freising@prop-ev.de oder online unter https://app.suchtberatung.digital/beratung/registration?aid=3013.
