+++News aus dem Landratsamt: Am Ausbau des Freizeit- und Tourismusangebotes wird „mit großer Kraft gearbeitet“+++

Die Corona-Pandemie hat auch die Wirtschaft hart getroffen. Insbesondere der überörtliche Tourismus und der geschäftliche Reiseverkehr seien arg in Bedrängnis geraten, betonte Landrat Helmut Petz jüngst beim vierten Netzwerktreffen für Tourismus. In regelmäßigen Abständen tauschen sich Fachleute aus den Freisinger Landkreisgemeinden über die Entwicklung des Tourismus vor Ort und in der Region aus. Sie informieren über anstehende Maßnahmen, teilen Erfahrungen, geben Denkanstöße und versuchen gemeinsam, in der Region Lebens- und Standortqualität zu erhalten und weiter auszubauen. Und gerade in für die Branche schwierigen Zeiten wird deutlich, welche Rolle der Freizeit- und Tourismussektor für Bayern und auch die Region spielt.

Dabei sieht der Landrat vor allem für den regionalen Tourismus sogar eine Chance. „Der Urlaub dahoam erlebt einen Aufwind.“ Die Leute würden sich verstärkt auf das konzentrieren, was vor Ort vorhanden ist. Ein Trend, der in Bayern generell erkennbar ist. Als ein Beispiel nannte Petz den Freizeitbus, der seit Kurzem die Landkreise Kelheim und Freising verbindet. Gemeinsam mit dem Kelheimer Landrat sei er bei der Jungfernfahrt von Mainburg nach Freising dabei gewesen und habe auf der Strecke die schöne Landschaft genossen. Petz begrüßt das Projekt zum Ausbau der touristischen Infrastruktur: „Gut, dass an diesem Thema mit großer Kraft gearbeitet wird.“

Um die Standortqualität für Einheimische zu stärken und das Angebot für auswärtige Gäste auszubauen, konzentriert sich das Tourismusreferat im Landkreis Freising heuer schwerpunktmäßig auf den Outdoorbereich, aufs Radfahren und Wandern. „Neben den 14 Rundtouren zum Wandern und Spazierengehen der Aktion „Rausspaziert“ werden jetzt auch die Radwege und Radtouren der Region systematisch digitalisiert und auf dem Tourenportal outdooractive beworben“, so Martina Mayer, zuständig für den Bereich Freizeit und Tourismus im Landratsamt. Auch sollen die touristischen Dienstleister weiter über Aktionen und Maßnahmen des Tourismusreferates unterstützt werden. Potentiale ergeben sich laut Mayer insbesondere auch beim Ausbau der Radinfrastruktur sowie bei der Qualitätssteigerung und -sicherung der Radwege.


Beim Netzwerktreffen gaben dann auch die Verantwortlichen aus den Gemeinden einen kurzen Einblick in ihre Arbeit: So sollen beispielsweise in Mauern und Langenbach die Ortszentren verschönert werden. Die Nandlstädter planen die Sanierung des Waldbades. Die Städte Freising und Moosburg feilen an verschiedenen Kulturveranstaltungen. In Attenkirchen soll im Juni 2022 das Hallertauer Bierfestival stattfinden. Und Hallbergmoos reitet mit der Realisierung der Surftown MUC sprichwörtlich auf einer touristischen Erfolgswelle.

Und auch hinsichtlich der Verbesserung der Radinfrastruktur sind einige Projekte geplant. In Mauern soll der Radweg nach Moosburg verbessert werden. Die Stadt Moosburg will es Radfahrern einfacher machen, von den Fernradwegen aus in die Innenstadt und zum Bahnhof zu gelangen. Und Attenkirchen realisiert mit seinem Vorzeigeprojekt, dem Mehrgenerationen-Treffpunkt, einen Verweilort direkt am Bockerlradweg mit Bockerlbahn-Spielplatz und Rastplatz für Fußgänger und Radfahrer.

 
Bei einem Impulsvortrag wurden naturnahe Übernachtungsplätze als Alternative zum Campingtourismus mit dazugehöriger Online-Buchungsplattform vorgestellt. Unter www.mycabin.eu können Privatpersonen, touristische Dienstleister oder Gemeinden gleichermaßen ihre Angebote einstellen.


Keine Frage, die Teilnehmer des vierten Netzwerktreffens stecken voller Ideen und Tatendrang. Und letztlich profitieren von erweiterten Radwegenetzen, attraktiveren Innenstädten und Ortskernen nicht nur die Touristen, sondern vor allem auch die Daheimgebliebenen.

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