EchingLandkreis

+++Gemeinde Eching: Der Haushalt der Gemeinde Eching ist angespannt. Verwaltung setzt auf mehr Zurückhaltung bei den Ausgaben.+++

Die finanzielle Situation der Gemeinde Eching ist derzeit herausfordernd, denn wichtige

Einnahmen gehen zurück, während zentrale Ausgaben weiter steigen.

Besonders spürbar ist der Rückgang bei der Gewerbesteuer, einer der wichtigsten

Einnahmequellen der Gemeinde. Nach einem Höchststand von rund 9,13 Mio. Euro 2024

sind für 2026 nur noch etwa 6,2 Mio. Euro Ist-Einnahmen verbucht (jeweils 30. Juni eines

Jahres).

Gleichzeitig wachsen zentrale Ausgaben laut Ansatz für 2026 deutlich an: Die

Personalkosten liegen inzwischen bei 28,04 % des Verwaltungshaushalts, die Umlage an

den Landkreis bei 29,71 % und die Kosten für die Kinderbetreuung bei 8,26 %. Viele dieser

Ausgaben sind gesetzlich vorgegeben und von der Gemeinde nicht frei steuerbar.

Zusammen binden sie rund zwei Drittel des Verwaltungshaushalts, sodass für freiwillige

Aufgaben und Investitionen nur wenig Spielraum bleibt.

Um wichtige Vorhaben dennoch finanzieren zu können, greift die Gemeinde

auf ihre Rücklagen zurück. Von rund 20,8 Mio. Euro zum Jahresende 2025 werden

voraussichtlich bis 2027 fast alle Mittel aufgebraucht sein – bis

auf eine gesetzliche Mindestrücklage von etwa 500.000 Euro.

Da auch die aktuellen Steuerschätzungen keine baldige Entlastung erwarten lassen,

arbeitet die Verwaltung gezielt daran, zusätzliche Einnahmen zu erschließen und neue

Schulden so gering wie möglich zu halten.

Kredite setzt die Gemeinde bewusst nur dort ein, wo sie unvermeidbar sind. Denn jede

Aufnahme belastet den Haushalt über Jahre durch Zinsen und Tilgung.

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