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+++Nachtrag Stadt Freising: Impressionen von der Demo gegen den Bau eines Abschiebeterminals am Flughafen München, in Freising vom 24. Oktober 2026.+++

Quelle Fotos & Bericht: Klaus Lüchau Blende 4 Seit Menschen.

Es darf nicht sein, das Menschen als “nützlich bzw. Kostenfaktor” in der Frage des Asyl Rechts von Staatsseiten beurteilt werden. 

Es darf nicht sein, das Menschen welche sich in Deutschland integriert sind, Nachts aus den Betten, vom Arbeitsplatz oder aus den Schulen abgeholt werden und in Abschiebehaft genommen werden. 

Im Juli stimmte der Aufsichtsrat der Flughafen München GmbH (FMG) für den Bau des Abschiebeterminals. München soll damit zur EU-weiten Drehscheibe für Abschiebungen werden – dafür erhält die FMG zukünftig Millionen vom Bund. Doch beschlossen heißt noch lange nicht gebaut: Unser Protest zeigt Wirkung. Das Projekt ist mittlerweile hoch umstritten und wir machen weiter Druck! Wir zeigen der FMG und den Verantwortlichen im Aufsichtsrat, was wir von ihren Plänen für einen Abschiebeflughafen MUC halten.

Die bislang bezifferten Kosten für das geplante Abschiebeterminal am Flughafen München gliedern sich wie folgt:

• Planungskosten: Nach Angaben der Bundesregierung beliefen sich die ersten prognostizierten Planungskosten auf rund 600.000 Euro. Die endgültigen Gesamtbaukosten werden erst im laufenden Planungsverfahren ermittelt.

• Mietkosten: Der Bund zahlt für das von der Flughafen München GmbH (FMG) errichtete Terminal eine jährliche Miete von rund 4,2 Millionen Euro.

• Baudetails & Betrieb: Das Gebäude soll eine Grundfläche von 4.860 Quadratmetern haben und ab Ende 2028 in Betrieb gehen, um täglich bis zu 100 Personen (plus Charter- und Linienverbindungen) rückzuführen. Der Aufsichtsrat der FMG stimmte dem Bau mehrheitlich im Juli 2026 zu.

Politische Positionen & Abstimmung im Aufsichtsrat

Das Projekt ist politisch stark umstritten. Die Gesellschafteranteile der FMG teilen sich auf den Freistaat Bayern, die Bundesrepublik Deutschland und die Landeshauptstadt München (23 %) auf. Bei der entscheidenden Aufsichtsratssitzung im Juli 2026 gab es deutliche Konflikte:

• Befürworter: Die bayerische Staatsregierung unter Ministerpräsident Markus Sölder (CSU) treibt das Projekt im Zuge einer angekündigten Abschiebeoffensive massiv voran und argumentiert mit erhöhter Effizienz und besseren Sicherheitsstandards vor Ort. Auch die Bundesregierung stützt das Projekt.

• Gegner in der Politik: Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) positionierte sich klar gegen den Bau und stimmte im Aufsichtsrat als Vertreter der Stadt gegen das Vorhaben. Die Partei Bündnis 90/Die Grünen lehnt das Terminal aus menschenrechtlichen Gründen ab.

• Gewerkschaften: Die Arbeitnehmervertreter der Gewerkschaft Verdi stimmten im Aufsichtsrat ebenfalls geschlossen gegen das Vorhaben.

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