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+++Staatsminister Dr. Florian Herrmann, MdL, zu Besuch bei Endress+Hauser Flow Deutschland GmbH in Freising. Messtechnik von Endress+Hauser im Einsatz auf der Internationalen Raumstation ISS.+++

Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, MdL, hat vergangenen Freitag die Endress+Hauser Flow Deutschland GmbH am Innovationsstandort Freising besucht und sich vor Ort über aktuelle Entwicklungen in der industriellen Messtechnik informiert.

Staatsminister Dr. Florian Herrmann betonte dabei die Bedeutung des Unternehmens für Innovation und Technologiestärke im Freistaat:

Foto © Endress+Hauser Flow Deutschland GmbH

„Ein unscheinbares Freisinger Bürogebäude ist eine Keimzelle für Innovation: Endress+Hauser entwickelt Messtechnik für unterschiedlichste Anwendungen. Der weltweit führende Anbieter für Mess- und Automatisierungstechnik beschäftigt über 17.000 Mitarbeitende. Am Innovationsstandort Freising arbeitet ein 16-köpfiges Team an der Grundlagenentwicklung der Durchflussmesstechnik – mit rund 200 Patenten und Anwendungen für die Brau-, Getränke- und Lebensmittelindustrie, über Klär- und Recyclinganlagen bis hin zur Mineralölwirtschaft und Wasserstoffsynthese.“

Ein Messgerät des Typs Promass von Endress+Hauser befindet sich auf der Internationalen Raumstation ISS. Dort misst es äußerst präzise den Durchfluss von deionisiertem Wasser. Dieses Wasser zirkuliert in einem System, das die Außenhülle der Raumstation kühlt und beheizt und sie so vor den extremen Temperaturschwankungen im Weltraum schützt. Für den Einsatz unter diesen Bedingungen waren höchste Präzision, Zuverlässigkeit und ein möglichst geringes Gewicht entscheidend. Die zugrunde liegende Promass-Messtechnologie gehört zu den erfolgreichsten Coriolis-Durchflussmesssystemen weltweit und wurde am Standort Freising maßgeblich mitentwickelt und vorangetrieben.

Der Innovationsstandort Freising ist Teil des weltweit tätigen Familienunternehmens Endress+Hauser mit über 17000 Mitarbeitenden und Produktionsstandorten auf vier Kontinenten. In Freising befindet sich eine wichtige Ideenschmiede für neue Technologien: Ein interdisziplinäres Team um Dr. Wolfgang Drahm, Dr. Stefan Pflüger und Dr. Alfred Rieder entwickelt hier Grundlagen für zukünftige Messgeräte, die später weltweit in industriellen Anlagen eingesetzt werden. Die Entwicklungsarbeit erfolgt heute weitgehend digital. Simulationen am Computer zeigen, wie sich neue Messtechnologien unter realen Bedingungen verhalten. Prototypen können dank moderner 3-D-Druck- und CNC-Technologie innerhalb weniger Stunden gefertigt und getestet werden. Forschung, Labor, Werkstatt und Prototypenbau befinden sich in Freising unter einem Dach und ermöglichen besonders schnelle Innovationszyklen. Die in Freising entwickelten Technologien kommen weltweit zum Einsatz: Sie helfen beim sparsamen Einsatz von Chemikalien und ermöglichen präzise Messungen von Durchfluss, Dichte und Konsistenz unterschiedlichster Medien – von Lebensmitteln über Kosmetikprodukte bis hin zu Erdöl oder Abwasser.

Staatsminister Dr. Florian Herrmann, MdL: Innovationen wie diese zeigen eindrucksvoll, wie leistungsfähig der Technologiestandort Bayern ist. Mit Know-how, Forschergeist, Kreativität und gelegentlich auch dem glücklichen Zusammenspiel von Neugier, Zufall und Entdeckung – entstehen hier Lösungen, die Ressourcen schonen, industrielle Prozesse effizienter machen und weltweit Maßstäbe setzen – von der Lebensmittelproduktion bis hin zur Raumfahrt.“

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