+++News aus der Gemeinde Eching: Vorsicht mit Mähroboter und Rasentrimmer: Rücksichtnehmen auf Igel.+++
Mähroboter und Rasentrimmer erleichtern die Gartenpflege – für Igel können sie jedoch
zur tödlichen Gefahr werden. Das Umweltamt der Gemeinde Eching appelliert daher an
alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer, ihre Geräte igelfreundlich einzusetzen.
Besonders in den Sommer- und Herbstmonaten sind die Tiere nachts auf Nahrungssuche
unterwegs, Jungigel verlassen in dieser Zeit erstmals ihr Nest.
Igel flüchten bei Gefahr nicht, sondern rollen sich zusammen. Genau dieses Verhalten
macht sie für Mähroboter besonders verletzlich: Viele Geräte erkennen die Tiere nicht als
Hindernis. Die Folge sind schwere Schnittverletzungen an Beinen, Schnauze und Bauch,
die häufig tödlich verlaufen oder eine langwierige Behandlung erfordern.
Ebenso gefährlich sind Rasentrimmer, Freischneider und Motorsensen. Sie werden gerade
dort eingesetzt, wo Igel und ihre Nester zu finden sind: an Hecken, Zäunen, Mauern, unter
Sträuchern und im hohen Gras. Die schnell rotierenden Fäden und Messer verursachen
tiefe Wunden, ohne dass die Tiere im dichten Bewuchs vorher gesehen werden. Auch
Igelnester mit Jungtieren werden dabei häufig zerstört.
Igel sind gesetzlich geschützt
Der Europäische Igel (Erinaceus europaeus) gehört zu den besonders
geschützten Arten nach dem Bundesnaturschutzgesetz.
Es ist verboten, die Tiere zu fangen, zu verletzen oder zu töten sowie ihre
Ruhestätten zu beschädigen. Wer beim Einsatz von Gartengeräten die nötige
Sorgfalt vermissen lässt, kann sich ordnungswidrig verhalten.
Das Umweltamt empfiehlt
• Keine Mähroboter in der Dämmerung und nachts: Igel sind vor allem zwischen
Sonnenuntergang und Sonnenaufgang aktiv. Der Einsatz sollte auf die Tagesstunden
begrenzt werden.
• Fläche vorher kontrollieren: Vor dem Mähen und Trimmen Hecken, Sträucher und
hohes Gras nach Tieren absuchen.
• Rasentrimmer nur mit Bedacht einsetzen: Bewuchs an Hecken, Zäunen und Mauern
zunächst mit einem Stock vorsichtig aufscheuchen, nicht blind in dichtes Grün
schneiden und den Trimmer nicht bis auf den Boden führen.
• Sicherheitsabstand einhalten: Begrenzungen so legen, dass dichte Hecken, Laub-
und Reisighaufen nicht befahren werden.
• Rückzugsräume schaffen: Wilde Ecken, Laubhaufen und Totholz bieten Nahrung,
Unterschlupf und Winterquartier.
• Gefahrenstellen sichern: Kellerschächte, Gruben, Teiche mit Ausstiegshilfen versehen.
• Achtung Gelbe Säcke: diese am besten erst früh morgens rausstellen, da Igel die
Speisereste riechen und sich auch mal darin verkriechen können
Was tun bei einem verletzten Igel?
Verletzte Tiere sollten mit Handschuhen in einem Karton mit Handtuch gesichert, warm
und ruhig gehalten und umgehend einer wildtierkundigen Tierärztin oder einem Tierarzt
beziehungsweise einer Igelpflegestelle vorgestellt werden. Wichtig: Vorher immer
telefonisch Kontakt aufnehmen – die Betreuung erfolgt in der Region überwiegend
ehrenamtlich, Tiere können nicht abgeholt werden.
Ansprechpartner in der Region:
• Igelnothilfe Moosburg, Frau Kolar – Telefon 08761 60365, ggf. auf Band sprechen (Igel-
Ansprechpartnerin des Tierschutzvereins Freising e. V.)
• Tierschutzverein Freising e. V., Kleintierhaus Freising – Parkstraße 19, 85356 Freising,
kleintiere@tierschutzverein-freising.de
• Beratung und Vermittlung an Pflegestellen; Wildtiere können im Tierheim selbst nicht
aufgenommen werden
• Tierärztlicher Notdienst Landkreis Freising – 08161 / 3832 (außerhalb der Sprechzeiten
des örtl. Tierarztes)
