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+++News aus dem Landratsamt: Zeichen für Artenvielfalt und naturnahes Gärtnern. Drei neue Naturgärten im Landkreis Freising ausgezeichnet.+++

Drei Gartenbesitzerinnen und -besitzer im Landkreis Freising dürfen sich über eine besondere Auszeichnung im Rahmen der Aktion „Bayern blüht-Naturgarten“ freuen: Die Gärten von Familie Huber aus Hohenkammer, Abdel Nabi aus Freising und Familie Hartl-Grötsch aus Mauern wurden als Naturgärten zertifiziert. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe im Großen Sitzungssaal des Landratsamts Freising erhielten sie eine Urkunde sowie die Naturgartenplakette, die in Zukunft angebracht an die Gartenzäune die naturnahe Bewirtschaftung der Gärten nach außen hin sichtbar macht.

Mit den drei neu ausgezeichneten Gärten gibt es im Landkreis Freising nun insgesamt 32 zertifizierte Naturgärten. Die Gärten überzeugten die Zertifiziererinnen Mieke Bellingrodt, Tina Schlossorsch und Anja Aigner durch ihre naturnahe Gestaltung, den Verzicht auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel sowie vielfältige Lebensräume wie Blühflächen mit heimischen und standortgerechten Pflanzen, Totholzbereichen, Trockenmauern und Wildhecken. Neben verschiedenen Naturgartenelementen ist auch die Art der Bewirtschaftung wie beispielsweise die Nutzung von Kompost und Regenwasser sowie die Verwendung von umweltfreundlichen und regionaltypischen Materialien ausschlaggebend. Damit leisten die Gärtnerinnen und Gärtner einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der heimischen Flora und Fauna.

„Naturgärten zeigen, dass jeder einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten kann – auch auf kleiner Fläche“, lautet die Botschaft, die mit der Zertifizierung verbunden ist. Denn nicht nur große Schutzgebiete sind für die biologische Vielfalt von Bedeutung. Auch private Gärten können Lebensräume und Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und andere Tiere bieten, wenn sie naturnah gestaltet und bewirtschaftet werden.

zum Bild: Kreisfachberaterin Anja Aigner (v.li.) mit den naturnahen Gärtnern Herbert Grötsch, Eleonore Hartl-Grötsch, Elke Huber, Robert Huber und Kerstin Abdel Nabi. Quelle Fotos: Landrastamt Freising

Die Bedeutung privater Gärten für den Natur- und Artenschutz wird besonders deutlich, wenn man ihre Gesamtfläche betrachtet: Die Fläche der Privatgärten in Bayern ist in ihrer Größenordnung mit der Fläche der Naturschutzgebiete vergleichbar. Damit liegt hier ein enormes Potenzial für mehr biologische Vielfalt.

„Jeder naturnah bewirtschaftete Garten ist ein wichtiges Signal nach außen und kann andere dazu anregen, ebenfalls etwas für die Natur zu tun“, so Kreisgartenfachberaterin Anja Aigner bei der Verleihung der Plaketten. Gerade kleinere Gärten zeigen, dass naturnahes Gärtnern nicht von der Größe des Grundstücks abhängt. Entscheidend ist vielmehr, welche Strukturen geschaffen werden und wie mit Pflanzen, Boden und Wasser umgegangen wird. Schon allein der Grünstreifen am Gartenzaun, in dem z.B. Margeriten, Kartäusernelken oder Glockenblumen blühen dürfen, schafft einen Mehrwert für unsere heimischen Tiere und Pflanzen.

zum Bild: Pflanzen wie Glockenblumen schaffen einen Mehrwert für die heimischen Tiere und Pflanzen.

Die Initiative der Landesanstalt für Wein und Gartenbau und des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege e.V. zeichnet Gärten aus, die nachweislich Lebensräume für heimische Pflanzen und Tiere schaffen. Die Bewertung erfolgt nach klar definierten Kriterien wie Biodiversität, nachhaltige Bewirtschaftung, Strukturvielfalt und Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel.

Interessierte, die auch ihren Garten auszeichnen lassen wollen, melden sich bei Kreisfachberaterin Anja Aigner, Landratsamt Freising, Telefon 08161/600-34212 (Di-Do vormittags), oder per Mail anja.aigner@kreis-fs.de

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