+++News aus dem Landratsamt Weltstillwoche: Gesundheitsregionplus weist auf „Stillfreundliche Orte“ im Landkreis Freising hin.+++
„Stillen. Deine Superkraft“ – Mit diesem Motto lenkt die Weltstillwoche 2026 (28. September bis 4. Oktober) den Blick auf eine weibliche Fähigkeit, die im Alltag oft selbstverständlich wirkt und doch alles andere als das ist: Das Stillen. In diesem Zusammenhang weist die Gesundheitsregionplus auf die Initiative „Stillfreundliche Orte“ im Landkreis Freising hin, die im Rahmen des Runden Tisches Geburtshilfe in Zusammenarbeit mit der Schwangerenberatungsstelle des Gesundheitsamtes Freising und den Hebammen ins Leben gerufen wurde.

Bildes als Quelle „WHO/UNICEF-Initiative Babyfreundlich“
Das Motto der Weltstillwoche hebt hervor, wie besonders das Stillen für die Gesundheit und Bindung von Mutter und Kind ist. Stillen ist so viel mehr als die gesündeste Art und Weise ein Kind zu ernähren. Es ist alles das, was ein Baby auf die Frage, was es am Nötigsten braucht, antworten würde: Sicherheit, Geborgenheit, Nahrung, Liebe. Und zugleich eine tiefgreifende Erfahrung für die Mutter.
Stillen bringt Mutter und Kind viele Vorteile. Muttermilch enthält Antikörper, Enzyme, Hormone und Millionen lebender Zellen, die ganz individuell auf das gestillte Kind abgestimmt sind. Sie baut das kindliche Immunsystem gezielt auf. Muttermilch ist wie eine maßgeschneiderte Impfung, die jedes Mal, wenn das Kind trinkt, aktualisiert wird. Studien zeigen, dass Stillen das Risiko für verschiedene Erkrankungen beim Kind senkt, von Atemwegserkrankungen bis hin zum Übergewicht. Für die Mutter kann es sowohl das Risiko für Wochenbettdepressionen als auch für bestimmte Krebsarten reduzieren.
Stillfreundlich bedeutet: willkommen sein
Ob beim Einkaufen, beim Cafébesuch, bei einem Behördengang oder während eines Aufenthalts in einer öffentlichen Einrichtung – Eltern sollen die Möglichkeit haben, ihr Baby entspannt zu versorgen. Die an der Initiative „Stillfreundliche Orte“ teilnehmenden Einrichtungen stellen Sitz- und Rückzugsmöglichkeiten zum Stillen oder Füttern zur Verfügung. An einigen Standorten gibt es zusätzlich eine Wickelmöglichkeit. Wichtig ist dabei: Stillfreundliche Orte sollen nicht bedeuten, dass Stillen nur an diesen gekennzeichneten Plätzen möglich oder erwünscht ist. Stillen in der Öffentlichkeit ist selbstverständlich überall möglich. Die gekennzeichneten Orte bieten vielmehr eine zusätzliche Möglichkeit für Eltern, wenn sie sich einen ruhigeren oder geschützteren Platz wünschen. Ein Aufkleber mit dem Logo der „Stillfreundlichen Orte Freising“ macht die teilnehmenden Einrichtungen sichtbar.
Bereits viele Orte im Landkreis dabei
Das wachsende Netzwerk umfasst inzwischen verschiedene Einrichtungen und Unternehmen im Landkreis Freising. Dazu gehören unter anderem Cafés und gastronomische Angebote, Bibliotheken, Familienzentren sowie Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung.
Zu den Stillfreundlichen Orten zählen derzeit: Bäckerei & Konditorei Geisenhofer, Freising, Bruder Jakob, Moosburg, Café Übrig e.V., Freising, Die Gipsmanufaktur, Haag an der Amper/Inkofen, DIMU Retaurant, Freising, Familienzentrum Neufahrn, Gesundheitsamt Freising, Junkers Café, Freising, Landratsamt Freising (Neubau, Ruheraum und Steinkaserne), Stadl Neufahrn, Stadtbibliothek Freising, Stadtbücherei Moosburg, Stadthalle Moosburg, Zentrum der Familie Freising. An mehreren Standorten steht den Familien zusätzlich eine Wickelmöglichkeit zur Verfügung.
Ein kleines Zeichen mit großer Wirkung
Mit ihrer Teilnahme setzen die Einrichtungen ein sichtbares Zeichen für eine familienfreundliche Region. Gerade für Eltern mit Säuglingen können unkomplizierte und niedrigschwellige Angebote den Alltag deutlich erleichtern. „Stillfreundliche Orte“ machen damit deutlich: Familien mit Babys sind im Landkreis Freising willkommen. Sie schaffen Orte, an denen Eltern ihre Kinder versorgen können, ohne sich rechtfertigen oder unwohl fühlen zu müssen.
Gleichzeitig lebt die Initiative vom Engagement der teilnehmenden Einrichtungen. Geschäfte, Gastronomiebetriebe, öffentliche Einrichtungen und weitere Angebote im Landkreis können sich dem Netzwerk anschließen und damit zu einer familienfreundlichen Umgebung beitragen. Interessierte Einrichtungen, die ebenfalls „Stillfreundlicher Ort“ werden möchten, können sich per E-Mail an Stillorte@kreis-fs.de melden.

