+++News aus dem Landratsamt: Mit der MVV-Expressbus-Linie X660 von Hochschule zu Hochschule+++

ünktlich zum Wintersemester an den Hochschulen startete am 1. Oktober 2021 die neue MVV-Expressbus-Linie X660. In gut einer halben Stunde geht es für die Fahrgäste auf der neuen Linie mit nur wenigen Zwischenhalten vom Garchinger Forschungszentrum zum Weihenstephaner Berg in Freising.

„Diese Linie war uns allen eine Herzensangelegenheit“, sagte Landrat Helmut Petz bei einem Pressetermin zur Inbetriebnahme am Freitag. Denn der erste Expressbus im Landkreis Freising verbindet erstmals die beiden Hochschulstandorte in Freising und Garching schnell und direkt miteinander – mit Halten in Dietersheim, Mintraching und Achering. „Es ist großartig, dass wir den Bus heute in Betrieb nehmen können.“ Nicht nur für die etwa 3000 Studentinnen und Studenten, die zwischen Weihenstephan und Garching pendeln, sondern auch für die vielen Menschen, die „in Freising leben und in Garching oder München arbeiten – oder umgekehrt“, so Petz.

Stärkung der Wissenschaftsstandorte

Bildunterschrift:
Der neue Expressbus X660 ist in Betrieb. Unser Bild zeigt (v.l.) Landrat Helmut Petz, Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, Dr. Eric Veulliet, Professor Dr. Harald Luksch (TUM), Jürgen Ascherl (Zweiter Bürgermeister Garching), Franz Heilmeier (Bürgermeister Neufahrn) und Sebastian Thaler (Bürgermeister Eching).

Dr. Eric Veulliet, Präsident der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, wies darauf hin, dass die Wissenschaftsstandorte im internationalen Wettbewerb stünden. „Diese neue Verbindung stärkt den Campus Freising und erhöht dessen Attraktivität.“  Vernetzung – auch zwischen einzelnen Schools der TUM – spiele in den Bereichen Forschung und Lehre eine große Rolle, ergänzte Professor Dr. Harald Luksch von der TUM School of Life Sciences. „Je besser diese verkehrstechnisch verbunden sind, umso besser für den gegenseitigen Austausch.“

Im Stadtgebiet Freising werden die Haltestellen „Schlüterstraße“, „Freising (S)“, „Weihenstephaner Straße“, „Am Staudengarten“ und „Weihenstephaner Berg“ von der neuen Linie X660 bedient. Damit bindet sie nicht nur den Campus in Freising mit mehreren Halten an, sondern bietet – mit langen Betriebszeiten von 5.25 bis 22 Uhr und einem 40-Minuten-Takt – auch eine zusätzliche Fahrtalternative für Pendlerinnen und Pendler aus Freising in Richtung München.

„Expressbusse schaffen schnelle, bequeme und direkte Verbindungen über größere Entfernungen hinweg und können kurzfristig und relativ flexibel umgesetzt werden“, sagte Detlev Metzner, Bereichsleiter Regionalbus des MVV, der Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch vertrat. Der X660 schaffe ein attraktives Angebot für die Studierenden der beiden Hochschulstandorte und für Pendlerinnen und Pendler neue Fahrtmöglichkeiten in Richtung Münchner Norden. „Der Landkreis Freising ist hier Vorreiter. Ich bin zuversichtlich, dass den Bus viele Fahrgäste nutzen werden.“

Im Oktober 2019 hatte nach dem Fachgremium, dem Ausschuss für Planung, Umwelt, Tourismus, Landkreisentwicklung und Infrastruktur, auch der Kreistag Freising einstimmig beschlossen, die MVV-Regionalbuslinie X660 zwischen Freising Weihenstephan und Garching zum 1. Oktober 2021 als Expressbus einzuführen. Damit wird eine wichtige Maßnahme der zweiten Fortschreibung des Nahverkehrsplanes für den Landkreis Freising umgesetzt. Finanziert wird die neue Verbindung ausschließlich vom Landkreis Freising, der dafür jährlich rund 420.000 Euro investiert.

Mittelfristiges Ziel: Schienenverbindung

Der Expressbus solle „ein wichtiger Meilenstein, aber nicht der letzte Schritt“ sein, sagte Landrat Petz. Ziel sei mittelfristig eine Schienenverbindung. „Wir wollen den Lückenschluss zwischen der U-Bahn-Haltestelle Garching-Forschungszentrum und der S-Bahn in Neufahrn schaffen.“ Inzwischen habe es einen „Paradigmenwechsel“ gegeben. Anstatt eine Verlängerung der U6 von Garching in den Landkreis Freising zu errichten, solle die S-Bahn zur U-Bahn erweitert werden, etwa in Verlängerung des S-Bahn-Ringschlusses von Erding über den Flughafen und Neufahrn nach Garching. „Das ist deutlich günstiger und geht viel schneller.“ Für diese Verbindung gebe es ein „unvorstellbares Fahrgastpotenzial“, denn verbunden werden nicht nur die beiden Forschungsstandorte in Freising und Garching, sondern auch der gesamte Münchner Norden mit dem Flughafen.

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