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+++News aus dem Landratsamt: Landkreis Freising stärkt die Versorgung vor Ort: Quartiersentwicklung als Schlüssel für die Zukunft.+++

Der Landkreis Freising stellt die Weichen für eine zukunftsfähige Gesundheits-, Pflege- und Sozialversorgung. Mit dem gezielten Aufbau von Versorgungs- und Pflegequartieren sollen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger verbessert sowie die Versorgungssicherheit langfristig gesichert werden. Bereits in elf Kommunen des Landkreises wurden entsprechende Schulungs- und Netzwerkinitiativen gestartet. Die weiteren 13 Kommunen sollen schrittweise in den Prozess eingebunden werden. Das Konzept der „Versorgung vor Ort“ stellte Sozialamtsleiter Werner Wagensonner in der jüngsten Bürgermeister-Dienstbesprechung vor.

  • zum Bild: Versorgung vor Ort: Landrätin Susanne Hoyer (vorne, re.) sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben mit Sozialamtsleiter Werner Wagensonner (vorne, li.) und Torsten Anstädt (2. Reihe, 2.v.li.), Geschäftsführer von humaQ, äußerst kompetente Ansprechpartner in Sachen Versorgung vor Ort.

Quelle Foto: Landratsamt Freising

Die Herausforderungen im Pflege- und Gesundheitswesen sind erheblich. Bundesweit mussten innerhalb der vergangenen zwölf Monate rund 800 Pflegeeinrichtungen ihren Betrieb einstellen. Gleichzeitig wird bis zum Jahr 2030 ein Mangel von rund 165.000 Ärztinnen und Ärzten prognostiziert. Auch der Bedarf an Pflegekräften steigt deutlich an. Hinzu kommt ein wachsender Mangel an barrierefreiem und seniorengerechtem Wohnraum. Diese Entwicklungen machen deutlich, dass neue Wege in der lokalen Versorgung notwendig sind.

„Die Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung gehört zu den zentralen Zukunftsaufgaben unserer Gemeinden. Deshalb setzen wir auf starke Quartiere, in denen Gesundheitsversorgung, Pflege, soziale Angebote und bürgerschaftliches Engagement miteinander vernetzt werden“, betont Werner Wagensonner, Sozialamtsleiter des Landratsamts Freising.

Im Mittelpunkt stehen integrierte Quartiers- und Versorgungskonzepte, die alle Generationen berücksichtigen. Ziel ist es, bestehende Strukturen sichtbar zu machen, lokale Ressourcen besser zu vernetzen und Bedarfe frühzeitig zu erkennen.

Ein wichtiger Baustein sind Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager, die gemeinsam mit Kommunen, Sozial- und Gesundheitsdiensten, Vereinen, Kirchen, Nachbarschaftshilfen und weiteren Akteuren vor Ort die Entwicklung begleiten. Regelmäßige Netzwerktreffen, Bedarfsanalysen und Austauschforen sollen dazu beitragen, passgenaue Lösungen für die jeweiligen Gemeinden zu entwickeln.

Zur Unterstützung der Kommunen und beteiligten Einrichtungen werden spezielle Qualifizierungsangebote angeboten. Die Fortbildungen vermitteln Kompetenzen in den Bereichen Projektmanagement, Quartiersentwicklung, Netzwerkaufbau und nachhaltige Organisationsstrukturen. Zielgruppe sind kommunale Mitarbeitende, Träger sozialer Einrichtungen, Pflegekräfte sowie weitere Akteure der lokalen Daseinsvorsorge.

„Mit dem Aufbau eines landkreisweiten Netzwerks von den Gemeinden installierten Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanagern verfolgt der Landkreis Freising das Ziel, die Versorgung vor Ort langfristig zu stärken und den Herausforderungen des demografischen Wandels aktiv zu begegnen“ unterstreicht Landrätin Susanne Hoyer, die den Gemeinden jegliche Unterstützung zusagt.

Die Initiative setzt auf einen systematischen Aufbau, kontinuierliche Begleitung und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Susanne Hoyer: „Es sollen nachhaltige Strukturen entstehen, die den Menschen im Landkreis Freising auch in Zukunft eine wohnortnahe, bedarfsgerechte und verlässliche Versorgung ermöglichen.“ Daher, so der gemeinsame Appell von Landrätin Susanne Hoyer und Sozialamtsleiter Werner Wagensonner: „Je mehr Gemeinden sich beteiligen, desto besser ist die Vernetzung untereinander und somit die Versorgung vor Ort. Entscheidend ist ein starkes Netzwerk – am besten mit allen 24 Gemeinden.“

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