+++News aus dem Landratsamt: Austausch für Fachkräfte: Kinderschutzgruppe aus Landshut präsentiert sich beim KoKi-Fachtag+++

KoKi – das ist eine Fachstelle, die Familien und Fachkräfte zusammenbringt, um Familien zu informieren, unterstützen und zu beraten, damit Kindern ein guter Start ins Leben gelingen kann. Dazu gehört auch der regelmäßige Austausch zwischen Fachkräften, um Wissen zu bündeln und neue Anregungen für die Arbeit zu geben. Der jährliche Fachtag der Koordinierenden Kinderschutzstelle (KoKi) in Freising zum Thema „Kinderschutz: Eine interdisziplinäre Aufgabe“ fand auch dieses Jahr coronabedingt online statt. Überregional beteiligten sich 75 interessierte Fachkräfte aus den Bereichen Medizin, Sozialarbeit, Politik und Pädagogik, um sich über die Vernetzungsarbeit im Kinderschutz zu informieren.

Live aus dem kleinen Sitzungssaal des Landratsamts Freising: 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zur Online-Veranstaltung zugeschaltet.

Das Jugendamt und die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe seien auf eine gelingende und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen beteiligten Hilfesystemen und Fachdisziplinen angewiesen, betonte Anita Meinelt, Stellvertreterin des Landrats, in ihrem Grußwort, das live aus dem kleinen Sitzungssaal des Landratsamts Freising übertragen wurde. Gerade das Gesundheitswesen sei „einer der wichtigsten Netzwerkpartner der Jugendhilfe“. Belastungen in Familien frühzeitig zu erkennen, sei wichtig, um diese auch bestmöglich bewältigen zu können. Hebammen oder Kinderärzte könnten Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung oft als erste wahrnehmen.

Anita Meinelt, Stellvertreterin des Landrats, betonte die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit im Bereich des Kinderschutzes.

„Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit stattfinden und gelingen kann, ist die Kinderschutzgruppe am Kinderkrankenhaus St. Marien in Landshut“, so Meinelt. Die dortige Oberärztin Dr. Pia Manjgo stellte die Kinderschutzgruppe in der Veranstaltung vor. Dr. Katharina Pöltenstein, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, und Stefanie Frank, Familienkinderkrankenschwester und Akademische Expertin für Early Life Care MSc, sprachen über die „Bedeutung psychischer Belastungen für die Eltern-Kind-Interaktion und die kindliche Entwicklung – die Bedeutung des Kinderschutzteams St. Marien in diesem Kontext“. Das Engagement und die Begeisterung der Referentinnen für den Kinderschutz konnte auch online vermittelt werden, sodass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Arbeit mit Kindern und Familien mit vielen nützlichen Informationen bereichern konnten.

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