+++Freising CSU Pressemitteilung: Antrag der CSU-Stadtratsfraktion an Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher+++

Antrag auf Überprüfung der Machbarkeit einer ständigen Abwasserbeprobung /
Monitoring zur frühzeitigen Ermittlung von Sars-COVID 2 Viren-Hotspots

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

trotz derzeit sinkender Inzidenzwerte beherrscht Sars-Cov-2 seit März 2020 unseren Alltag,
und führt nicht nur zu einem stark belasteten Gesundheitswesen, sondern auch zu nicht
unerheblichen wirtschaftlichen Einbußen sowohl in der in der Privatwirtschaft, wie auch der
öffentlichen Hand (z.B. durch weniger Steuereinnahmen).
Es gibt inzwischen Möglichkeiten, künftige neuen Wellen durch das Virus, seiner Varianten
oder auch andere, noch unbekannte Pandemien rechtzeitig zu erkennen und eventuell sogar
vorzubeugen.
Hintergrund sind wissenschaftliche Studien*, die belegen, dass eine Detektion von
Virusmaterial des Sars-CoV-2 im Abwasser schon einige Zeit vor den ersten positiven
Humantests möglich ist. Damit lassen sich Tendenzen der Pandemie sehr früh erkennen und
Maßnahmen zur Eindämmung frühzeitig in die Wege leiten.
Daher hat die EU am 17. März 2021 eine Empfehlung (EU) 2021/472, https://eurlex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32021H0472) an ihre Mitgliedsstaaten
herausgegeben, bis zum 1. Oktober 2021 eine Strategie zum Monitoring von Abwasser zu
entwickeln und nach Brüssel zu melden.
Da die Bevölkerung von der Politik bzw. dem Staat erwartet, dass „alles getan wird, um
weitere Lockdowns zu vermeiden“, werden in einigen EU-Ländern derartige Monitorings
bereits erfolgreich umgesetzt. Auch in den deutschen Bundesländern Hessen und
Niedersachsen wird das Abwassermonitoring auf Sars-CoV-2 bereits erfolgreich angewendet.
Angeblich soll der Landkreis Ebersberg ebenfalls bereits eine 12-wöchige Testwoche
durchführen.
Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher folgenden Antrag:
Die Verwaltung/Werkleitung der Stadtentwässerung wird beauftragt, zu prüfen, ob
ein Abwassermonitoring zur frühzeitigen Ermittlung von Sars-COVID-2 Viren Hotspots,
im Einzugsgebiet der Freisinger Kläranlage technisch machbar und sinnvoll ist, und
HERRN OBERBÜRGERMEISTER
TOBIAS ESCHENBACHER
OBERE HAUPTSTRASSE 2
85354 FREISING
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mit wirtschaftlich vertretbaren Aufwendungen durchgeführt werden kann. Dabei sind
insbesondere auch die in der EU-Empfehlung in Aussicht gestellten EU-Fördermittel zu
berücksichtigen.
Das Ergebnis der Prüfung wird dem Stadtrat alsbald – nach Möglichkeit in der
nächsten Werkausschusssitzung der Stadtentwässerung – vorgestellt.

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