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+++News aus dem Landratsamt: Wichtiger Meilenstein beim Glasfaserausbau im Landkreis Freising erreicht.+++

Nach vielen Jahren intensiver Vorarbeit und einigen Rückschlägen hat das interkommunale Gemeinschaftsprojekt zum Glasfaserausbau einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Am 17. November vergangenen Jahres erhielt das Projekt einen Bescheid über eine Zuwendung in vorläufiger Höhe im Rahmen der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze in der Bundesrepublik Deutschland“.

Glasfaserausbau: Landrat Helmut Petz (3.v.li.) ist hocherfreut, dass in den sechs am Projekt teilnehmenden Gemeinden leistungsfähige Glasfaseranschlüsse umgesetzt werden. Foto: Landratsamt Freising

Mit diesem Bescheid wird für den Zeitraum vom 15. Dezember 2025 bis zum 1. Dezember 2031 eine nicht rückzahlbare Zuwendung in Form einer Projektförderung bewilligt. Die Förderung erfolgt als Anteilsfinanzierung mit einer Förderquote von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben und beträgt in vorläufiger Höhe bis zu 12,08 Millionen Euro. Ziel ist die Schließung einer Wirtschaftlichkeitslücke bei privatwirtschaftlichen Betreibern von Breitbandinfrastrukturen.

Ergänzend zur Bundesförderung werden im Rahmen der Bayerischen Kofinanzierung weitere 30 bzw. 40 Prozent der Kosten übernommen. Damit reduziert sich der Eigenanteil der beteiligten Gemeinden deutlich: Die Gemeinden Allershausen, Kirchdorf, Kranzberg und Langenbach tragen jeweils nur zehn Prozent der Kosten, die Gemeinden Eching und Hallbergmoos jeweils 20 Prozent.

Rückblick auf den bisherigen Projektverlauf

Bereits im Jahr 2021 schlossen sich der Landkreis Freising und die Gemeinden Hallbergmoos, Kranzberg, Allershausen, Kirchdorf, Langenbach und Eching zusammen, um den Breitbandausbau gemeinsam voranzubringen. Ziel war es, durch die Bündelung von Ressourcen die Planung effizienter zu gestalten und für Telekommunikationsunternehmen attraktiver zu werden, da gemeindeübergreifend deutlich mehr Anschlüsse innerhalb eines Projekts realisiert werden können. Zudem haben Zusammenschlüsse von Gemeinden im Förderverfahren bessere Aussichten, einen Förderbescheid zu erhalten.

Im April 2022 erhielt das Gemeinschaftsprojekt bereits einen ersten Zuwendungsbescheid in Höhe von 200.000 Euro für Beratungsleistungen nach der damaligen Gigabit-Richtlinie. Mit diesen Mitteln wurden zwei Markterkundungsverfahren durchgeführt. Nachdem die Förderanträge 2023 und 2024 aufgrund fehlender Bundesmittel nicht erfolgreich waren, wurde schließlich Mitte September 2025 erneut ein Förderantrag für die Ausbauförderung eingereicht – diesmal mit Erfolg.

Ausblick

Mit der nun bewilligten Förderung können die nächsten Schritte im Projekt eingeleitet werden. Ziel ist es, den Landkreis Freising beim Gigabitausbau deutlich voranzubringen und langfristig zukunftsfähig aufzustellen. Schnelles Internet gewinnt im Alltag zunehmend an Bedeutung und ist zugleich ein entscheidender Standortfaktor für Wirtschaft, Gewerbe und Arbeitsplätze.

Landrat Helmut Petz zeigt sich hocherfreut: „Der Zuwendungsbescheid ist ein großer Erfolg für alle Beteiligten und Ergebnis und Lohn jahrelanger, beharrlicher Arbeit. Mit dem Glasfaserausbau investieren wir gezielt in die Zukunft unseres Landkreises – für unsere Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für unsere Betriebe und Unternehmen vor Ort. Jetzt können wir loslegen, damit leistungsfähige Glasfaseranschlüsse in allen teilnehmenden Gemeinden Realität werden.“

In den kommenden Monaten starten die weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte, sodass der Glasfaserausbau in den sechs beteiligten Gemeinden in den nächsten Jahren schrittweise abgeschlossen werden kann.

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