Landkreis

+++Archäologischer Verein Freising bekommt Räume im Stabsgebäude der ehemaligen Steinkaserne.+++

Die Suche ist beendet, der Archäologische Verein Freising bekommt neue Räumlichkeiten. Seitdem der Verein die Fläche oberhalb des Marstalls im Landratsamt Freising wegen Sanierungsarbeiten hatte räumen müssen, suchten die Verantwortlichen von Landratsamt und Verein eine Lösung. Jetzt ist sie gefunden: Das südliche Obergeschoss des ehemaligen Stabsgebäudes wird zum neuen Standort des Archäologischen Vereins, dessen Tätigkeiten mit den Aufgaben der Kreisarchäologie unter der Leitung von Delia Hurka eng verzahnt sind. Landrat Helmut Petz freut sich: „Mir fällt ein Stein vom Herzen – endlich kann ich mein Versprechen einlösen und dem Archäologischen Verein Freising passende Räume für seine Arbeit zur Verfügung stellen.“ Bei einer Besichtigung der Räume sprachen die Vertreter des Sachgebiets Hochbau im Landratsamt und Vereinsvertreter über die noch notwendigen Maßnahmen.

Vertreterinnen und Vertreter aus dem Landratsamt Freising und des Archäologischen Vereins Freising besprachen in den Räumlichkeiten im Stabsgebäude das weitere Vorgehen.

Die Jahre, in denen die Räume nicht genutzt wurden, haben den Wänden und Böden sichtlich zugesetzt. „Da müssen wir den Maler schon vorher durchschicken“, sagte Ingrid Abend, Leiterin des Sachgebiets Hochbau, scherzhaft. Bisher sei es von Seiten des Landkreises nicht geplant gewesen, die Räume zu sanieren, mit ein paar „Schönheitsreparaturen“ seien sie jedoch gut nutzbar. Dennoch werde man natürlich sicherheitshalber einen Tragwerksplaner hinzuziehen. „Das hier ist ein Gebäude mit Geschichte. Das darf man auch sehen“, meinte Lorenz Scheidl, Vorsitzender des Archäologischen Vereins.

Arbeitsräume, mehrere Ausstellungsräume, Bereiche für Veranstaltungen, ein Buchlager und die Bibliothek des Vereins waren in dem früheren Areal über dem Marstall untergebracht. Gleich nach dem Auszug sollten diese eigentlich ins Stabsgebäude verlagert werden. Doch die steigende Zahl an Flüchtlingen machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung, das ganze Obergeschoss wurde für die Erstaufnahme vorbereitet. Nun aber steht fest, dass die ehrenamtlichen Archäologen dort unterkommen werden. Landkreis und Archäologischer Verein werden dazu eine Nutzungsvereinbarung abschließen.

„Archäologie trifft Kultur“: Unter diesem Motto plant der Verein in dem großen Saal im südlichen Obergeschoss eine Dauerausstellung, in der ein Großteil der Exponate zu sehen ist. Außerdem schwebt den Verantwortlichen vor, in diesem Raum die Vortragsreihe fortzusetzen, die Verein und Kreisarchäologie schon seit einiger Zeit anbieten, oder Vorführungen für Schulklassen oder andere Gruppen zu organisieren. „Wir können uns auch vorstellen, mit anderen Vereinen und Gruppen zu kooperieren und entsprechende Veranstaltungen anbieten, die zum beiderseitigen Nutzen beitragen – beispielsweise Kunstausstellungen, Musik oder Kleinkunst“, so Scheidl.

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