Landkreis

+++News aus dem Landratsamt: Ausbildungskompass bringt Ausbildungsbetriebe und potenzielle Nachwuchskräfte im Landkreis enger zusammen.+++

Wer wusste schon in der Schulzeit, wie es danach beruflich weitergehen soll? Viele Jugendliche und junge Erwachsene machen sich darüber mitten im Schulleben noch keine Gedanken. Irgendwann jedoch kommt der Moment, in dem sie sich damit auseinandersetzen müssen, wenn Praktika anstehen, oder die Entscheidung Ausbildung oder Studium. Jetzt gibt es im Landkreis Freising ein Tool, das bei der Berufsorientierung helfen kann: den Ausbildungskompass.

zum Bild: Schulleiter Johann Müller (v.r.), Landrätin Susanne Hoyer, Claudia Betz, wirtschaftliche und digitale Entwicklung am Landratsamt Freising, sowie Tanja Biller (Projektmanagerin Ausbildungskompass, stehend) studieren den Ausbildungskompass für den Landkreis Freising.

Der Übergang von der Schule ins Berufsleben ist eine spannende Zeit, wirft aber auch viele Fragen auf: Was kann ich gut? Was interessiert mich? Welcher Beruf passt zu mir? Genau hier setzt der Ausbildungskompass an: Er gibt Orientierung, zeigt Möglichkeiten auf und hilft jungen Menschen, ihren eigenen beruflichen Weg zu finden. „Der Ausbildungskompass hilft euch, wenn ihr nicht wisst, was ihr machen wollt“, sagte Landrätin Susanne Hoyer bei der offiziellen Vorstellung am Mittwoch, 21. Oktober 2026, in den Räumen der Staatlichen Wirtschaftsschule Freising.

Der Ausbildungskompass für den Landkreis Freising ist heuer erstmals erschienen. Entstanden ist er in Kooperation des Landkreises mit der IHK für München und Oberbayern, der Handwerkskammer für München und Oberbayern, der Kreishandwerkerschaft Freising, der Agentur für Arbeit, der Hochschule dual und der Europäische Metropolregion München. In dem gut 100 Seiten umfassenden Werk sind 80 Ausbildungsberufe, 160 Praktika und sieben duale Studiengänge bei 120 Ausbildungsbetrieben beschrieben. Landrätin Hoyer bedankte sich bei allen Beteiligten und betonte: „Bitte tragen Sie es weiter, ermutigen Sie auch andere Unternehmen im Landkreis zum Mitmachen.“ Ziel ist es, dass der Ausbildungskompass künftig jährlich erscheint, weiter wächst und immer bekannter und vielfältiger wird.

Zahlreiche Schulen im Landkreis, von der Mittelschule bis zum Gymnasium, haben den Ausbildungskompass bestellt. „Wir haben schon Exemplare an viele Schulen ausgeliefert und zahlreiche Lehrkräfte geschult“, sagte Tanja Biller vom Team Ausbildungskompass. „Die Freisinger Schulen sind sehr aktiv.“ Das konnte Johann Müller, Leiter der Wirtschaftsschule Freising, nur bestätigen. „Wir beruflichen Schulen haben den Anspruch, nah an der Praxis zu sein. Da passt der Ausbildungskompass mit seinen regionalen Anbietern gut dazu.“

Der Ausbildungskompass ist nämlich nicht nur ein gedrucktes Heft, sondern ein Internettool, das Unternehmen, Jugendliche und Schule zusammenbringt. Unter www.ausbildungskompass.de  können sich Firmen als Ausbildungsbetriebe präsentieren, Nachwuchskräfte erreichen und damit aktiv dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Jugendliche können auf der Internetseite mit dem Stärken- und dem Interessentest passende Berufe und Unternehmen finden, sie werden bei der Erstellung ihrer Bewerbungsschreiben unterstützt und können die Unterlagen gleich zentral speichern. Schulen und Lehrkräfte können den Kompass gezielt im Unterricht einsetzen „und die Jugendlichen bei der Berufsorientierung und beim Bewerbungsprozess digital begleiten“, erklärte Biller. Und die Eltern, auch mit Migrationshintergrund, sind eng eingebunden, weil die Plattform in verschiedenen Sprachen verfügbar ist.

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