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+++News aus dem Landratsamt: Beim Fachtag Familiengesundheit in der Moosburger Schäfflerhalle tauschen sich über 130 Fachkräfte aus.+++

Familie ist für die meisten Menschen einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Teil des Lebens. Das Zusammenleben in der Familie kann wunderbar sein, aber eben auch ziemlich herausfordernd. Damit sich kleine Reibereien nicht zu Krisensituationen auswachsen, können sich Familien Unterstützung holen – bei verschiedensten Einrichtungen, Institutionen, Organisationen. Beim überregionalen Fachtag Familiengesundheit am Mittwoch, 7. Oktober, kamen deren Fachkräfte zusammen und tauschten sich aus.

Netzwerk stärken, in den Austausch gehen: Das war das Ziel des Fachtags.

Die Koordinierenden Kinderschutzstellen (Koki) der Landkreis Freising und Landshut, die Gesundheitsregionplus, die Familienstützpunkte Freising und Moosburg sowie die Schwangerschaftsberatungsstelle am Gesundheitsamt Freising hatten die Veranstaltung in der Moosburger Schäfflerhalle gemeinsam organisiert. „Wir haben alle Institutionen eingeladen, die mit Familien arbeiten. Wir wollen ins Gespräch kommen, Impulse mitnehmen und unser Netzwerk stärken“, sagte Barbara Straßer, Leiterin des Sachgebiets Besondere Fachdienste am Landratsamt Freising bei ihrer Begrüßung. „Es ist toll, wie gut der Fachtag angenommen wird“, ergänzte Franz Heilmeier, Stellvertreter der Landrätin.

Drei Jubiläen wurden im Rahmen des Fachtags begangen.

Belastungssituationen frühzeitig erkennen

„Familiengesundheit ist eine Querschnittsaufgabe“, so Heilmeier. Ganz unterschiedliche Stellen böten Beratung und Unterstützung für Familien an. Ziel des Fachtags, den es in dieser Breite und Vielfalt zum ersten Mal gab, sei es, in den Austausch zu gehen, Anregungen für die tägliche Arbeit zu bekommen. „Durch die Vernetzung schaffen wir Strukturen, damit Hilfe bei den Familien ankommt, bevor aus einer Belastungssituation eine Krise wird.“ Familien müssten sich im Netzwerk gut aufgehoben fühlen, ergänzte Jugendamtsleiterin Nadine Waschulzik. „Ihre präventive Arbeit verhindert, dass so manches Problem überhaupt erst entsteht.“

Moosburg als Austragungsort sei ideal für den Fachtag, denn „für Familien gelten keine Verwaltungsgrenzen“, sagte Moosburgs zweiter Bürgermeister Reinhard Lauterbach. Wohnortnahe und niederschwellige Angebote seien von entscheidender Bedeutung. Deswegen sei Moosburg auch dankbar dafür, dass der Landkreis in Kooperation mit der Caritas seinen zweiten Familienstützpunkt in der Dreirosenstadt eingerichtet habe.

Über 130 Fachkräfte waren in der Moosburger Schäfflerhalle zusammengekommen.

Soziale Faktoren beeinflussen die Familiengesundheit

Was bedeutet für mich Familiengesundheit? Diese Frage stellte Michaela Meier von der Schwangerschaftsberatungsstelle in Freising und nahm damit die anwesenden Fachkräfte im Saal mit. Sie sollten sich Gedanken darüber machen, welche Begriffe ihnen spontan dazu einfallen. Am häufigsten genannt wurden beispielsweise Zusammenhalt, Unterstützung, Liebe, Vertrauen, Sicherheit, Füreinander da sein, gemeinsame Zeit. Aber eben auch soziale Sicherheit, psychische Belastung, Stressbewältigung und vieles mehr. „Familiengesundheit ist ein ziemlich umfassender Begriff. Sie umfasst nicht nur körperliche Gesundheit, sondern auch psychische und soziale Faktoren.“

Nach den Fachvorträgen für die mehr als 130 Fachkräfte am Vormittag stand der Nachmittag ganz im Zeichen der Familien. Interaktive Impulse und praxisnahe Workshops boten sowohl Familien als auch Fachkräften wertvolle Anregungen und hilfreiche Tipps für den Familienalltag. Parallel dazu sorgte ein buntes und liebevoll gestaltetes Kinderprogramm vom Familienstützpunkt Moosburg und KIMM! Familienzentrum e. V. Moosburg für Spiel und Spaß.

Anhand von Impulsfragen konnten Gedanken an Flipcharts geteilt werden

Dreifaches Jubiläum

Anlass des Fachtags waren neben der Vernetzung auch gleich drei Jubiläen: 100 Jahre Kinder- und Jugendhilfe am Landratsamt Freising, 50 Jahre Schwangerschaftsberatung am Gesundheitsamt Freising und zehn Jahre Gesundheitsregionplus Freising. An verschiedenen Ständen konnte man sich über deren Angebote informieren. Außerdem vertreten waren unter anderen das Kreisbildungswerk Freising, die Diakonie Freising, die AOK, das Familienpflegewerk und die Caritas.

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