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+++News aus der Stadt Freising: Getreide ohne Sonnenlicht und Boden – ist das möglich?+++

TUM@Freising: Vortrag mit Prof. Senthold Asseng

27. Januar, 19:00 Uhr / Einlass 18:30 Uhr / Lindenkeller Freising

Boden und Wasser werden knapp, aber immer mehr Menschen müssen ernährt werden – die Landwirtschaft braucht neue Wege, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Eine Idee ist das Vertical Farming: Pflanzen wachsen vollkontrolliert und geschichtet in Innenräumen. Wie das geht und was das für die Ernährungssicherung bringen kann, erklärt Prof. Senthold Asseng von der Technischen Universität München (TUM) bei TUM@Freising am 27. Januar im Lindenkeller Freising. 

Wasser, Nährstoffe, Licht und Zeit – von der Saat bis zur Ernte brauchen Pflanzen so einiges. Beim Anbau auf dem Feld kann nicht alles jederzeit erfüllt werden: Das Wetter, die Bodeneigenschaften und Krankheiten können das Wachstum und so auch die Ernte massiv beeinflussen. Was passiert, wenn alles bis zum einzelnen Lux, zum einzelnen Millimol kontrolliert werden kann? 

Das lässt sich bereits heute in den Klimakammern der TUM in Dürnast beobachten. Hier forscht das Team von Prof. Senthold Asseng zu Vertical Farming: Weizen wächst in einer Nährstofflösung unter LED-Leuchten. Ganz ohne Sonnenlicht und Erde. Die Leuchten strahlen bis zu 20 Stunden am Tag, die Pflanzen wachsen so deutlich schneller und es sind fünf bis sechs Ernten pro Jahr möglich.

Senthold Asseng erforscht das Potenzial von Vertical Farming für die Ernährungssicherung. „Die künftige Agrarproduktion erfordert von uns völlig neue Ansätze“, sagt Senthold Asseng. Dabei geht es um mehr als nur die Menge: „Vertical Farming ermöglicht es, von eingespeisten Nährstoffen bis zur Qualität der geernteten Pflanzen alles genauestens zu steuern.“

Erfahren Sie im Vortrag, wie genau der Anbau unter Dach funktioniert, welche Vorteile er bietet und welche Herausforderungen es noch zu überwinden gilt.

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